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Der Weg ins Schattendasein

Schon eine halbe Ewigkeit ist es her, dass ich mich hier gemeldet habe. Viel zu tun, von wegen. Zeit hätte ich genug gehabt, einen Blogpost zu schreiben. Der Elan hat mir gefehlt. Ja, man könnte fast sagen, dass mich eine leichte Depression geplagt hat. Das ist ja auch kein Wunder bei der Schikane der Arbeitsagentur. Denn arbeitslos bin ich immer noch. Faul ist man aber gar nicht. Am liebsten würde ich doch etwas tun, arbeiten. Doch wenn man eine lange Zeit arbeitslos ist, sinkt das Selbstwertgefühl und damit die Hoffnung auf Anstellung. Ein an sich selbst zweifelnder Angestellt will kein Unternehmen. Heute muss man überzeugt und überzeugend sein. Lieber auf dicke Hose machen, als sich zurückzuhalten. Mit der Hoffnung sinkt die Disziplin. Auch in seiner sogenannten Freizeit macht man nichts mehr. Man ist gelähmt und schafft es nicht einmal, eine Bewerbung zu schreiben. Das ruft natürlich den Jobvermittler auf den Plan. Er beginnt einem Druck zu machen, der Teufelskreis der Schikane kommt so ins Rollen. Den Ausweg gibt es nicht. Entweder man hat großen Glück oder soziale Kontakte, die einen unter die Arme greifen. Die Anstellung in Papas Firma ist nur ein Weg hinaus ins Berufsleben. Wer keine Familie und keine Freunde hat, ist so gut wie tot. Ohne Geld ist es auch schwierig Freunde kennenzulernen. Wo trifft man sich denn und pflegt Gemeinschaft? Beim Biertrinken. Aber wenn man sich alles gebraucht kauft, sogar Dinge für den Haushalt, der hat nur Geld für das Bier aus der Markthalle. Weggehen ist da nicht drin. Man sucht sich also einen Weg in das Schattendasein, eine Nische oder irgendwohin, wo man so halbwegs dahin vegetieren kann. Gesellschaft kann man das nicht nennen. Es sind Randbereiche, Hippie-Kommunen, besetzte Häuser von Autonomen, Alkoholikertreffs und dergleichen. In welcher dieser Gemeinschaften ich heute zu finden bin? Bis jetzt konnte ich mich nicht entscheiden. Wir werden sehen ...
20.6.13 11:35


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Reiseplanung

Hey Leute, das mit den Blumenkübeln-Bepflanzen ist zum Glück schon lange vorbei. Arbeitslos bin ich natürlich noch immer, aber immerhin lässt mich das Amt erstmal in Ruhe. Habe am Ende aber auch echt ne Miese Show abgezogen. Andauernd hatte ich Atteste vom Arzt oder musste wegen plötzlichen Kopfschmerzen verschwinden. Manchmal hatte ich echt ne miese Fahne. Eigentlich trinke ich gar nicht so viel. Aber um meinen Sachbearbeitern klarzumachen, dass ich zwar arbeitswillig, aber leider völlig unzumutbar bin, habe ich alles auf mich genommen!

Wie gesagt, die Zeit ist zum Glück schon länger vorbei. Und nun surfe ich gerade bei nem Hotel Reservation Service rum, denn auch Arbeitslose müssen schließlich mal Urlaub machen! Natürlich weiß mein Sachbearbeiter nichts davon, denn meine paar Tage offizieller Urlaub sind natürlich schon längst verbraucht. Aber da mein nächster Termin erst im neuen Jahr ansteht, habe ich jetzt viel Freizeit zum Verreisen. Und das bin ich schon ganz schön lange nicht mehr.

Wohin es geht, wird wohl mein knappes Budget entscheiden. Am liebsten würde ich ja in die Südsee, Dominikanische Republik oder sowas. Aber das kann ich mir beim besten Willen nicht leisten. Meine Freundin schimpft deswegen natürlich andauernd mit mir, denn wegen ihr wäre sowas drin. Aber mir Geld leihen oder mich gar einladen - das kommt für sie gar nicht in Frage. Dabei sind wir doch im 21. Jahrhundert, Feminismus und so - wenn einer von uns für den Haushalt zuständig ist, dann ja wohl ich. Aber sei's drum. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute auch so nahe liegt?

13.12.11 10:23


Big Brother und kein Ende

Ich weiß ja nicht, wer es wirklich schaut oder wer es zugeben würde, dass er es schaut, aber ich war früher ein Fan, ein Birg Brother Fan!
Das ist zwar schon eine Weile her, um genau zu sagen, war ich ein FAn der ersten Stunde. Als das Format das erst mal auf Sendung ging, war es interessant und lustig und was neues! Genau das richtige für einen Tag auf der Couch. Man musste sich nicht so konzentrieren, wie bei einem Film und hat trotzdem alles verstanden und mitbekommen. Und wie sich die Leute dort zur Schau stellen, leicht asozial, manchmal etwas daneben, aber einfach so wie sie sind (ich hatte jedenfalls den Eindruck). Wenn ich da an Zlatko und Jürgen zurückdenke, das war noch lustig. Die haben mir aus der Seele gesprochen! Und was ist heute daraus geworden? Nur noch reine Quotenmacherei. Gefühlt in der 200.Staffel mit möchtegern Z-Promi-Typen oder solche, die es werden wollen, die sich mit aller Macht profilieren wollen, u, ihre nicht vorhandene Karriere anzutreiben! Total durchschaubar und total öde!!! Na gut, die Macher haben in den vergangenen Staffeln schon versucht, etwas neues mit reinzubringen. Mir fällt die Unterteilung in Luxus- und armen Bereich ein. Das hatte schon was. Aber ansonsten hat sich nicht viel verändert, es ist nur künstlicher und berechenbarer geworden, wie nach Drehbuch!
Aber anscheinend gibt es immer noch genug Menschen, die das gucken. Meine Grenze ist allerdings erreicht und ich konzentriere mich auf die richtigen Sendungen aus dem Leben mit Emotionen wie X-Diaries und Mitten im Leben, das weiß man noch, was man hat. und man merkt, dass da nichts gespielt wird…Ha Ha!!! Bis dann!


20.6.11 13:07


Arbeit...

Guten Tag Arbeit,

Mittlerweile habe ich die Maßnahme vom Arbeitsamt angenommen, aber nur in der Hoffnung, dass ich danach nie wieder arbeiten gehen muss. Es ist einfach nichts für mich. Das sollen andere machen. Und diese miese, kleine Summe, die ich auf mein Konto überwiesen bekomme, macht das Kraut jetzt auch nicht mehr fett für die arbeitende Bevölkerung. Bei der Maßnahme soll ich Blumenkübel bepflanzen – welch trostlose Angelegenheit. Aber selbst dabei stelle ich mich zu doof an und arbeite unsauber und nicht unbedingt schnell. Falsch kann man ja dabei nichts machen, das ist ja das Dumme. Ich hoffe, dass Kalle Recht behalten soll, dass ich dann wirklich vom Amt in Frieden gelassen werde.

Meine Freundin meckert im Moment gar nicht mehr so. Und auch unserer Beziehung hat sich seit drei Tagen, also seitdem ich arbeite, stetig verbessert. Es ist jetzt wieder wie früher, als wie uns kennengelernt haben. Jeden Tag, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, kocht sie für mich. Eigentlich ist im Moment alles schön – außer die Arbeit. Jeden Tag kurz nach sechs Uhr aufstehen. Furchtbar, da kann man ja nicht einmal sein kühles Blondes genieße am Vorabend, weil man Angst haben muss, dass man den nächsten Tag nicht aus den Federn kommt. Es wäre fatal zu verpennen. Das Amt würde mir dann wieder alles streichen. Über das Bier bräuchte ich mir dann jedenfalls keine Gedanken machen – weil ich kein Geld habe.

Wünscht mir Glück, dass ich die Woche noch durchhalte und nicht abbreche. Ich muss mich einfach dämlich anstellen, so dass die mich von allein wieder gehen lassen.

Ich melde mich dann wieder...



17.6.11 14:13


Arbeitsvermittlungsmaßnahme - Ich will mein Hartzgeld behalten!

Ihr glaubt wirklich nicht, was für ein unverschämter Brief mir da gestern ins Haus geflattert ist. Nur, weil ich mich im letzten halben Jahr nicht beim Amt – oder neudeutscher: Der Agentur für Arbeit – habe blicken lassen, drohen die Affen mir doch jetzt tatsächlich, mein Hartz IV zu streichen, sollte ich mich nicht an der nächsten Arbeitsvermittlungsmaßnahme anmelden und an dieser dann auch wirklich teilnehmen. Was bilden die sich bitte ein?

Ist halt nun mal so, dass ich einfach null Bock habe, in meinem Leben zu arbeiten. Daran wird auch keine Arbeitsvermittlungsmaßnahme der Welt irgendwie etwas ändern können. Außerdem finde ich, dass jeder verdammte Mensch ein Recht auf ein einigermaßen gutes Leben haben sollte. Das sagt doch auch schon das Grundbuch oder so ähnlich. Äh, meinte natürlich das Grundgesetz. Also sollen die mir verdammt nochmal mein Hartz-Geld und mich in Frieden lassen. Das Problem ist nur irgendwie, dass ich das wohl denen beim Amt nicht einfach so verklickern kann, denn dann streichen sie mir die Kohle gleich, fürchte ich.

Vorhin am Getränkemarkt habe ich mir dann nochmal Rat von Kalle und Martin geholt. Die beiden haben gesagt, dass wohl kein Weg daran vorbei führt, diese bescheuerte Arbeitsvermittlungsmaßnahme mitzumachen. Die beiden meinten, ich müsse mich irgendwie so blöd beziehungsweise behindert dabei anstellen, damit ich am Ende als schwer oder nicht mehr vermittlungsfähig eingestuft werde. Dann würden die mich wohl angeblich auch dauerhaft in Frieden lassen. Aber dafür eine ganze Woche mein saugeiles Leben aufgeben und jeden Morgen – besser Nacht – zu Unzeiten um acht Uhr in  der Früh da beim Amt für die Maßnahme aufschlagen. Na, ich weiß ja noch nicht so recht.


31.5.11 11:59


Neues vom Getränkemarkt

Na ihr,


hier ist wieder der Uwe, der liebevolle Hartzer von um die Ecke, sag' ich mal. Nachdem ich heute für meine Verhältnisse in aller Hergottsfrühe um zehn Uhr morgens – oder im Grunde noch nachts – aufgestanden bin, stand glücklicherweise das Frühstück von meiner Perle gemacht schon auf dem Tisch. Mit 'nem ordentlichen Pott Kaffee konnte ich dann auch so einigermaßen, aber Schritt für Schritt und langsam, in den Tag starten. Man muss ja auf sich aufpassen, ne? Was mich nur richtig wütend gemacht hat: Wir hatten keine Wurst mehr im Haus. Also musste ich ein Käsebrötchen essen, was mir so gar nicht geschmeckt hat. Ich ruf' also Perle an und sag' ihr, dass sie mal 'ne ordentliche Portion Wurst mitbringen soll, wenn sie von der Arbeit wiederkommt. Ihr glaubt's nicht, was sie mir erwidert hat! Sie meinte, ich könne doch selbst meinen Hintern bewegen und einkaufen gehen, ich hätte doch schließlich hinreichend Zeit. Ich und Zeit? Um 10.30 Uhr fängt doch „Mitten im Leben“ auf RTL an und um zwölf hatte ich mich schon fest mit Kalle und dem Martin vor unserem Getränkemarkt verabredet. Also hab' ihr klar gemacht, dass das mein Terminplan einfach nicht hergibt und aufgelegt. Nach ordentlich Entertainment auf RTL bin ich also dann langsam mal los Richtung Getränkemarkt, man muss das Leben als Langzeitarbeitsloser ja auch richtig genießen. Angekommen holten wir uns eine schöne Kiste Qualitätsbier, die sogar im Angebot war und setzten uns auf die Bank. Kalle berichtete, dass er sich gestern einen neuen Fernseher gekauft hätte, so ein Plasma-Ding. Richtig krasse Sachen hat er da erzählt. Kaum zu glauben, was der Fernseher alles kann. Mit 3D-Effekt und solchen Späßen. Also hab ich mir gedacht, dass mein gutes Stück ja auch schon in die Jahre gekommen ist und es Zeit für ein neuen Fernseher wäre. Dafür müsste ich allerdings meinen alten verkaufen, schweineteuer so ein neues Ding. Aber Martin meinte, ich könnte ja im Internet kostenlose Kleinanzeigen aufgeben und auf dem Wege sicher jemanden finden, der das Schmuckstück haben will. Oder hat spontan einer von euch Interesse?

21.5.11 14:43


Hartz IV for life

Na ihr,


ich bin Uwe. Ein mal für alle, einfach nur Uwe. Und ich bin Hartzer. Das ist eigentlich das wichtigste, was ihr über mich wissen müsst. Ihr findet das traurig? Dann solltet ihr mal diesen Lifestyle kennen lernen. Was besseres kann einem doch gar nicht passieren. Ich meine, ich hab' ein schönes Leben, muss mich nicht mit Arbeit herumplagen, mach' den ganzen Tag einfach nur das, worauf ich Bock habe und werd' auch noch dafür vom Staat bezahlt. Wer von euch kann schon sagen, dass er so ein geiles Leben hat? Ich glaub' so ziemlich keiner. Ich hänge einfach von morgens bis abends auf meiner ultragemütlichen Couch ab und ziehe mir die geilsten Sachen im Fernsehen rein. RTL und Sat 1 am Nachmittag, was will man mehr? Asoziale Leute die sich Anpöbeln garantieren bei mir gute Laune rund um die Uhr. Und wenn mir das ganze dann noch hin und wieder zu abwechslungslos wird, was ja bei den ganzen geskripteten Serien kein Weltwunder ist, dann gehe ich raus, um die Ecke zum Getränkemarkt. Kalle und Martin hängen meistens dann schon davor und wir holen uns dann ne kleine Kiste Astra oder was anderes feines, setzen uns auf unsere Stamm-Parkbank und genießen den Nachmittag. Das ist fast wie im Paradies! Dazu habe ich dann sogar 'ne verdammt heiße Freundin, die Sonja, habe ich auch noch. Es ist echt alles in Butter. Nur manchmal, da geht mir Sonja echt auf die Eier, wenn sie mal wieder herum nervt, ich wäre angeblich so faul und sollte endlich mein Arsch hochkriegen. Es gibt nur einfach keinen Grund. Ich meine, die Kohle stimmt und faul bin ich ja nun wirklich nicht. Bei uns am Getränkemarkt ist immer ordentlich was los, da erlebst du die krassesten Sachen, das glaubt man nicht...

10.5.11 15:31





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